Politik drängt ZDF zur Verjüngung

von Ronald Lässig

Zum 50. Geburtstag des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF) am 1. April erklärte Kulturstaatsminister Bernd Neumann, das Fernsehen werde auch künftig eine tragende Rolle spielen. Es komme darauf an, die jüngere Zielgruppe auch im Hauptprogramm stärker anzusprechen. Neumann lobte ein qualitativ hochwertiges Programm, forderte aber, dass Bildung, Information und Kultur weiter der Kern des öffentlich-rechtlichen Rundfunks seien.  Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion sieht das ähnlich. Das ZDF müsse sich weiterhin um das jüngere Publikum kämpfen, ohne sich anzubiedern. Zugleich dürfe das Zielen auf hohe Einschaltquoten nicht im Vordergrund stehen. Die Fraktion hält eine neue Bewerbung um die Champions-League-Rechte im Gegensatz zu ZDF-Intendant Thomas Bellut für verzichtbar. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) teilte in Mainz mit, bei der Neuausrichtung der Digitalkanäle sollten besonders auch junge Menschen angesprochen werden. Dreyer ist die Vorsitzende der Rundfunkkommission der Länder. ZDFkultur soll aus Spargründen wegfallen, einige Formate sollen aber überleben. Das Durchschnittsalter des ZDF-Zuschauers liegt bei etwa 60 Jahren.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s