West-Rentner verlieren an Kaufkraft

Trotz der für den 1. Juli geplanten Rentenerhöhung von 0,25 Prozent müssen sich die Rentner in Westdeutschland laut Sozialverband Deutschland (SoVD) auf einen Kaufkraftverlust einstellen. Der Anhebung der Altersbezüge stehe eine Inflationsrate von 1,7 Prozent und eine Erhöhung der Beiträge für die Kranken- und Pflegeversicherung von 0,1 Prozent gegenüber, so der SoVD. Das bedeute, dass die Kaufkraft der West-Rentner um 1,55 Prozent sinken wird. Im Osten hingegen können sich Ruheständler auf ein Plus freuen, weil ihre Rente um 3,29 Prozent angehoben werden soll. Damit summiert sich der Kaufkraftverlust der West-Rentner nach SoVD-Berechnungen seit 2004 auf knapp zwölf Prozent. Im Osten waren es im selben Zeitraum immerhin acht Prozent. Gründe dafür sind mehrere Nullrunden, Minianpassungen an die Inflation und steigende Beiträge der Kranken- und Pflegeversicherung. Ronald Lässig vom DDR-Opfer-Hilfe e.V. erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass es für Empfänger der 2007 eingeführten SED-Opferrente noch immer keinen Inflationsausgleich gebe.

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